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Nicolettas geheime Welt / Eine Hörbuchrezension

Nicoletta ist ein abentuerlustiges Schulkind. Zusammen mit ihrer schon erwachsenen Freundin Augusta erlebt sie tolle Sachen. Zum Beispiel besetzen die beiden den Garten der nervigen Nachbarn, die jeden Spaß zerstören.
Doch dann zieht Augusta weg und Nicoletta ist alleine. Nun muss sie neue und alte Freundschaften finden.
Während die Freundschaft zu ihrer gleichaltrigen Freundin Mona tiefer wird, entdeckt Nicoletta hinter einem Loch in einem Bauzaun eine geheimnisvolle Welt.

Die Autorin Bettina Gundermann erzählt mit diesem Hörbuch eine freche und gefühlvolle Geschichte über Freundschaften und über eine geheimnisvolle Welt, in der es viele, seltsame Personen gibt.

Nicoletta wird von Anfang an so lebendig dargestellt, dass man sie gleich ins Herz schließt. Das Thema Freundschaft ist ein Thema das die Kinder im Höralter oft sehr beschäftigt.

Die Geschichte ist spannend erzählt und zieht die kleinen Hörer in ihren Band.
Allerdings fand ich auf der ersten CD, dass ein bisschen der rote Faden gefehlt hat. Nikoletta geht mehrmals in die geheime Welt und trifft dort jedesmal eine andere phantastische Figur. Das sind alles tolle, kleine Geschichten, ich habe aber den Zusammenhang nicht gefunden. Im zweiten Teil wird das aber besser und der rote Faden wird wieder aufgenommen.

Am Ende bringt die Autorin das Thema Tod und Verlust mit in die Geschichte. Sie erzählt das ganz toll und einfühlsam und an sich finde ich dieses Thema sehr wichtig. Allerdings fand ich, dass es am Ende in eine Geschichte gequetscht , die über das Thema Freundschaft geht, nicht genug Stellenwert enthält um den Fragen die sich Kinder zu diesem Thema stellen, gerecht zu werden. Ich hatte das  Gefühl es schneidet noch ein tiefgreifendes Thema an, hört dann aber vorzeitig auf.

Alles in allem ist es aber ein sehr hörenswertes Kinderhörbuch.

 

Dies ist eine Rezension zu dem Hörbuch von : Bettina Gundermann: Nicolettas geheime Welt 

978-3-8337-3793-0

Seltsam gut: Eine Rezension zu S.T.Kranz: Verträumt

Wenn mich jemand fragen würde, wie ich das Buch finde, würde ich antworten, dass ich es seltsam finde. Wobei das Seltsam keine negative Bedeutung hat. Vielmehr ist das Buch seltsam gut.

Cathy Hart steht vor den Trümmern ihres Lebens und befindet sich in einer absoluten Ausnahmesutuation. Ihr 4-Jähriger Sohn wird vermisst.

Cathy ist Alkoholikerin und ihr Familienleben war bereits zuvor ein Trümmerhaufen. Nun flüchtet sie sich immer mehr in den Alkohol und in ihre heile Welt. Doch schon bald kann sie nicht mehr unterscheiden, was Fiktion und was Realität ist. Der Sog des Unrealistischen wird dabei immer mächtiger.

Ich fand das Buch ganz gut, nur wer einen Krimi erwartet wird wohl enttäuscht sein. Es ist vielmehr eine Mischung aus Prosa und Poesie in der die Gedanken ihren Hauptteil haben.

Manchmal fand ich den Satzbau etwas holperig, was mir den Lesefluss gestört hat.

Ansonsten war es aber ein Lesevergnügen der etwas anderen Art und ich glaube das, was der Autor erreichen wollte, die Vermischung der Realität mit der Fiktion, ist sehr gut gelungen auch ich hatte am Ende Probleme beide Welten auseinander zu halten und bin mit eingetaucht in diese surrealistische Ebene , in die sich Cathy geflüchtet hat.

ISBN: 978-3-7450-7462-8


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