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Ein spannender Grauner Krimi - Eine Rezension zu Nachts am Brenner

          Ich liebe den charismatischen und ruhigen Commissario Grauner, der vor Dienstbeginn seine Kühe melkt und seine Berge liebt. Für ihn gibt es nichts Schlimmeres, als Erneuerung und am Liebsten bleibt er in seinem kleinen Alpendorf auf der italienischen Seite Tirols.

Naja es gibt fast nichts Schlimmeres, denn immer wieder wird Grauner von seinen Dämonen heimgesucht. Seit seine Eltern während seines Studiums auf grausame Weise ermordet wurden, leidet er unter Platzangst und Panikattacken.

In "Nachts am Brenner" wird Grauner mit genau dieser Vergangenheit konfrontiert.

In einem Dorf am Brenner werden kurz nacheinander zwei Greise ermordet aufgefunnden. Die alten Männer, hatten kein bewegtes Leben und gehörten lediglich einer vierköpfigen Kartenspielrunde an. Lange Zeit kann sich niemand vorstellen, wer diese Männer ermordet haben könnte.

Bis eine Spur tief in die Vergangenheit führt. Auch in Grauners Vergangenheit.
Schnell begibt sich Grauner auf der Suche nach dem Mörder seiner Eltern an den äußersten Rand seiner Dienstbefugnisse.

Mit ihm sein hitzköpfiger Kollege Saltapepe, der immer noch nicht ganz damit klar kommt, aus der Großstadt Mailand in die Provinz versetzt worden zu sein.

Ich fand auch den dritten Teil der Grauner Reihe und sehr spannend. Ich liebe an der Reihe, dass sie ohne die großen Effekte und ohne den ganz großen Showdown auskommt sondern ganz im südtiroler Flair die Fälle löst.

An diesem Teil hat mir besonders gut gefallen, dass endlich mehr aus Grauners Vergangenheit geklärt wird und dass Saltapepe in seiner Ermittlungsfreiheit viel mehr Raum, ja sogar das ein oder andere eigene Kapitel bekommen hat.

Allerdings glaube ich, dass sich jemand, der die ersten beiden Bände nicht gelesen hat schwer tun wird, wenn er diesen Band als Einstiegsband lesen wird.

 
 Dies ist eine Rezension zu:

Lenz Koppelstätter: Nachts am Brenner - Ein Fall Für commissario Grauner

ISBN: 978-3462-05008-0

Auf der Spur des Goldes - Eine Rezension zu Matthias Boll: Das Jahr mit den zwei Sommern

Matthias Boll: Das Jahr mit den zwei Sommern.

Ich gebe zu, dass ich erst etwas enttäuscht war, da ich das Afrika Feeling vermisst habe.. Tiere, weite und leere Landschaften und geheimnisvolle Völker. Doch dann wurde ich auch so schnell von den Geschehnissen in diesem Buch gepackt.

Es geht um Korruption, um Politik und um die Vermarktung eines wundervollen Farbstoffes.

Frank Sattler hat mit einer kleinen Truppe des Großkonzerns Chemons einen genialen Farbstoff entdeckt. "F14", wie dieser genannt wird, kann Silberspuren nachweisen, die dann wiederum auf Goldadern hinweisen. Eine Revolution für den afrikanischen Bergbau, indem bis jetzt jede Goldader mühsam gesucht werden muss.

Doch plötzlich verschwinden Farbmuster und irgendjemand versucht die Bekanntmachung auf der Messe in Johannisburg zu sabotieren. Der Fund einer Leiche macht dann klar, dass Sattler in Lebensgefahr schwebt.

Der Krimi nimmt schnell an Fahrt auf und ich finde die Idee, die ja sein könnte eine sehr nachvollziehbare Idee. Er ist spannend geschrieben und mit hat er gut gefallen.

 

ISBN: 9783743126909