Autorenseite/Buchvorstellung/Rezensionen

Irmgard Kramer: Pfeffer, Minze und die Schule / Ein abenteuerlustiges Mutmachbuch für Schulanfänger

ISBN: 978-3-7855-8258-9, 9,95€

Als Vielvorleser 😉 bewerte ich die Bücher oft danach, wie aufmerksam die Kinder im Zielgruppenalter am Text bleiben können.

Schon bevor man überhaupt zum Vorlesen kommt, fällt einem die gute Qualität des Buches auf. Es hat einen schönen Einband, liegt gut in der Hand und hat eine feste Bindung.

Die Illustrationen in Farbe sind sehr schön gestaltet und die Zeichnungen geben viel vom Text wieder. Kinder, gerade im Vorschulalter brauchen viele visuelle Aspekte, um Text verinnerlichen zu können. Das ist hier sehr gut gemacht.

Pfeffer, Olli und Paula stehen kurz vor dem Schulbeginn. Alles ist abenteuerlich und aufregend. Doch wie wird ihre neue Lehrerin sein? Die drei Kinder haben eine Devise. Angst hat man nur vor Unbekanntem. Deshalb machen sie sich auf den Weg, um herauszubekommen wer ihre neue Lehrerin ist.

Der Einstieg in die Geschichte ist gut gemacht. Die Kindergruppe bleibt mit drei Personen sehr überschaubar. Auch die geographischen Orte, (Garten der Kinder, Häuserblock nebenan und die Schule neben dem alten Kindergarten) sind so, dass es nicht zu viele Schauplätze sind. Der Handlungsstrang ist klar aufgebaut, ohne in zu viele Nebenstränge abzuschweifen. Für die Kinder zum Zuhören also ideal. Die Geschichte wird immer wieder durch kleinere Lacheffekte aufgeheitert, wie zum Beispiel durch eine" im Katzenklo gewälzte Socke, die wie ein Zombirülpser stinkt, um eventuelle böse Lehrer zu vertreiben". Außerdem gibt es mit dem bösen gleichaltrigen Jasper einen weiteren Spannungs-Aspekt. Wer wird in welche Klasse kommen? Die Kinder sind gespannt wie ein Flitzebogen und haben gleichzeitig Angst davor eine miesepetrige Lehrerin zu bekommen oder mit Jasper in eine Klasse zu kommen und nicht mit ihren Freunden.

Das sehr schöne Motto des Buches heißt, dass man nur Angst vor dem hat,, was man nicht kennt. Also muss man alles, das einem Angst macht erforschen. Auch die neue Schule und die neue Lehrerin und damit beginnt das eigentliche Erlebnis.

Die Mission Schulerkundung riecht nach Abenteuer und nimmt die kleinen Leser sofort in ihren Bann.

Am Ende dürfen die Kinder erkennen, dass nicht nur sie Angst vor dem ersten Schultag haben, sondern dass es Lehrern genauso geht.

Fazit: Ein sehr schönes Kinderbuch zum Vorlesen im letzten Kindergartenjahr

23.2.16 13:36

Letzte Einträge: Auf der Spur des Goldes - Eine Rezension zu Matthias Boll: Das Jahr mit den zwei Sommern, Ein spannender Grauner Krimi - Eine Rezension zu Nachts am Brenner, Der Tote im Fließ - Rezension, Ein toller Weihnachtskrimi im Miss Marple Stil - eine Rezension, Eine Liebe zwischen der Realität der rauen schottischen Inselwelt und ihrer Mystik, ein unglaublich aufwühlendes Buch - Eine Rezension zu Der Serienkiller der keiner war

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL