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wer Sherlock Holmes liebt, der wird auch dieses Buch lieben / Rezension

          Schiller und Goethe sind wohl jedem bekannt, doch in diesem Buch agieren sie nicht nur als Schriftsteller, sondern ermitteln in einem politisch höchst brisanten Fall.

Irgendjemand hat verschiedene geheime Papiere in Umlauf gebracht, die dem französischen Bonaparte suggerieren sollen, dass Deutschland Frankreich angreifen will. Damit hätte Bonaparte einen Alibigrund Deutschland den Krieg zu erklären.

Goethe und Schiller befinden sich gerade in Goethes Heimatstadt Frankfurth und werden gebeten, in diesem Fall zu ermitteln. Eher gar nicht bereitwillig stimmen sie ein. Doch noch bevor sie den ersten wichtigen Mittelsmann zwischen Deutschland und Frankreich befragen können, wird dieser in einer brennenden Kutsche ermordet. Auch sein Schloss wird abgebrannt und alle Angestellten werden getötet.

Einzig allein eine Magd überlebt anfangs und kann sich daran erinnern, dass der Angreifer aussah wie Adonis auf einem Bild im Schloss.

Goethe und Schiller sind nun mittendrin im Fall.

Mir hat das Bucch sehr gut gefallen. Allein schon die Aufmachung es Covers, das an die alten edlen Schriftstellerwerke erinnert.

Goethe und Schiller ähneln dem Duo Holmes und Watson. Hat Goethe die Spürnase von Holmes, so schreibt Schiller die Geschichte auf und führt Goethes Recherchen aus.

Der Schreibstil ist an die altertümliche Sprache angelehnt, aber trotzdem sehr lebendig. Er reist den Leser sofort mit ins Geschehen.

Ich wünsche mir, dass es noch mehrere Fälle gibt, die das Schriftstellerpaar lösen darf.
       

 

Dies ist eine Rezension zu Die Affäre von Carambol / Goethe und Schiller ermitteln von Stefan Lehnberg

Der Tote auf Föhr / Rezension

Im Jahre 1845 wird der vierzehnjährige Schiffsjunge Ingwer auf Föhr ermordet. Während die Inselbevölkerung und auch die Polizei schnell den "Südseemann" als Verdächtigen ausmachen, schauen Ingwers Schwester Laura und der Reiseschriftsteller Kohl genauer hin und entdecken einige Ungereimtheiten.

"Nacht über Föhr" ist ein toller historischer Krimi, der auf dieser Nordseeinsel spielt und die damalige politische Lage der Insel super wiedergibt.  Diese ist nähmlich zweigeteilt. Während der Westteil damals dem dänischen Königreich gehörte, gehörte der Ostteil zum Herzogtum Schleswig. Dieses Groteske kommt im Buch sehr schön durch die Zugehörigkeitskonflikte des Falles und der Ermittlung heraus.
Außerdem hat der Schriftsteller es geschafft, das Inselleben dieser Zeit herauszuarbeiten. Der Kriminalroman kommt durchaus ohne die Ermittlungshilfen der Moderne aus. Die Sprache ist zwar in einem altertümlichen Stil gehalten und viele der Bezeichnungen haben wir heute nicht mehr, dennoch kann der Leser sie aber sehr gut verstehen und kommt gut in die Geschichte rein.

 

Dies war eine Rezension zu Nacht über Föhr von Volker Streiter