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Kapitel / Blog 43 aus dem Jugendbuch Einhorn15 / Der Weihnachtswunsch

 Dies ist  ein Kapitel aus dem Jugendroman Einhorn15 die ersten Kapitel und Projektbeschreibung beziehungsweise das Exposé findet ihr unter der Kategorie (rechte Leiste) Einhorn15. Der Text ist eine erfundene Geschichte! Autorenrechte liegen bei der Inhaberin des Blogs.

 

Blog 43: Einhorn15


Mein Weihnachtswunsch


In drei Wochen ist Weihnachten und fast wäre das an mir
vorbeigegangen. Klar weiß ich, welches Datum wir haben und
ich weiß auch, wann Weihnachten ist. Aber vor lauter Konzert
habe ich das ganz ausgeblendet. Ich glaube auch meinen
Eltern ist nicht nach Weihnachten und in unserem gesamten
Haus gibt es nichts, was daran erinnert das gerade Advent ist.
Doch heute hat mein Vater einen Weihnachtsbaum
angeschleppt. Er hat ihn mit seinen dicken, schwarzen
Handschuhen in den Wintergarten getragen und ihn dort erst
einmal vorsichtig gegen die Glaswand gestellt, bis meine
Mutter den Baumständer und den Weihnachtsschmuck aus
dem Keller geholt hat. Da wurde mir auf einmal klar, dass wir
fast Weihnachten haben und in mir hat sich ein ganz wohliges
Gefühl ausgebreitet. Ich liebe Weihnachten. Ich liebe es
schon immer und das Fest hat für mich nichts an seiner
Faszination verloren, seitdem ich kein kleines Kind mehr bin
sondern irgendwie schon fast erwachsen. Mein Vater hat fast
eine halbe Stunde gebraucht, bis der Baum gerade gestanden
hat und ich habe ihm von meinem Bett aus aufmerksam
zugesehen. Einmal wäre der Baum beinahe umgekippt und
als er dann endlich richtig gestanden hat, war ich vor lauter
Aufregung allein vom Zusehen so geschafft, dass ich
eingeschlafen bin. Als ich wieder aufgewacht bin, hat meine
Mutter ihn schon fast fertig geschmückt gehabt. Er sieht
wunderschön aus und von meinem Bett aus kann ich ihn
direkt ansehen, wenn ich die Augen aufmache. Ben, unser
Hund, hat ihn neugierig abgeschnuppert und ich glaube, er
hätte ihn beinahe angepinkelt, wenn ich ihn vorher nicht
weggescheucht hätte.
Und heute Nachmittag möchte meine Mutter Plätzchen
backen. Wenn es mir dann einigermaßen gut geht, werde ich
aufstehen, mich ein wenig in die Küche setzen und ganz viel
naschen. Joni kommt heute nicht, denn er hat ein wichtiges
Fußballspiel mit den Jungs aus seiner Klasse, gegen unsere
Lehrer. So ein Fußballspiel veranstaltet unsere Schule einmal
im Jahr kurz vor Weihnachten und heute ist nun genau dieser
Tag im Jahr. Dann spielen alle Jungs aller Klassen einmal
Fußball gegeneinander und die Mädels spielen Volleyball.
Und immer eine Klasse darf gegen die Lehrer spielen.
Diesmal sind es die Jungs unserer Klasse gegen die
Fußballlehrermannschaft. Im Volleyball ist es eine andere
Klasse, die gegen die Lehrerinnen spielt. Deshalb muss ich
heute auch immer mal wieder Daumen für Joni und für die
ganzen Jungs aus unserer Klasse drücken. Und natürlich
auch ein bisschen für die Mädchen aus unserer Klasse, denn
wenn die Schüler gegen die Lehrer siegen, dann ist das
natürlich ein Erfolg für die gesamte Klasse, nicht nur für die
Jungs. Und das Daumendrücken muss ich über den
gesamten Tag verteilen, denn ich weiß natürlich nicht, wann
unsere Jungs dran sind mit ihrem Spiel. Das wusste Joni
heute Morgen selbst noch nicht.
Mein Vater hat mich vorhin, als er den Baum aufgestellt hat,
gefragt, was ich mir zu Weihnachten wünsche. So auf die
Schnelle ist mir keine Idee eingefallen und jetzt ein paar
Stunden später ist mir immer noch kein Wunsch eingefallen.
Dabei habe ich dann gemerkt, dass ich selbst ja auch noch
keine Weihnachtsgeschenke für meine Eltern und für Joni
habe. Ich glaube, das muss ich mir heute Nacht noch etwas
genauer überlegen.
Es wird wohl mein letztes Weihnachten sein und vielleicht
sollte mein Wunsch deshalb auch etwas ganz Besonderes
sein. Nichts, das man kaufen kann, aber etwas, das nur
meinen Eltern und mir gehört.


Einhorn15

27.6.15 19:53

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