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Ein geheimnisvolles Schmuckkästchen und viele Morde

Beate Maly: Die Donauprinzessin und die Toten von Wien

ISBN: 978-3-548-28799-7

 

In Wien passieren eine ganze Reihe an ungeklärter Morde. Alle scheinen mit dem wertvollen Inhalt eines kleinen Schmuckkästchens zu tun zu haben. Doch eine tatsächliche Verbindung zwischen den Morden und denjenigen, die das Kästchen gesucht haben, scheint es nicht zu geben. Vielmehr scheinen die beteiligten Personen aus völlig verschiedenen Richtungen der Macht zu handeln.

Der Mathematiker Sebastian Grün wird mit der Klärung beauftragt und erhält Unterstützung durch seine Freundin und Winzerin Fanny Roth.

Doch auch privat hält die beiden vieles in Atem.

Der Anfang des Buches beginnt etwas langatmig. Es gibt viel "Drumherum" bevor der Fall, oder hier die Fälle an Fahrt aufnehmen. Dann wird es allerdings rasch sehr spannend. 

Zwischen Fanny Roth und Sebastian Grün gibt es viele Missverständnisse und manchmal hat man als Leser das Gefühl daran zu zerspringen.  Dennoch treiben Fanny und Sebastian die Ermittlungen voran. Jeder auf seine Weise und doch ergeben sie gemeinsam einen roten Faden.

In dem Buch werden die verschiedenen Denkmuster einer mittelalterlichen Bevölkerung sehr gut herausgearbeitet. Die "gelehrte" Schicht, die oft nüchtern denkt und ein Weltverständnis hat und die normale Bevölkerung, die vieles Gott und dem Teufel zuschiebt und irrationale Ängste hat. 

Der Roman ist spannend gemacht bis zum Schluss . Besonders gefällt mir die Wendung am Ende bei der Aufklärung des Falls. Der Zufall, der die Lösung bringt. Und gerade als man denkt, alles hat wendet sich zum Guten, gibt es nochmal einen Push für unseren Ruhepuls. 

Sebastian mit seiner Ruhe und wissenschaftlichen Distanz und die lebenslustige Fanny sind mir ans Herz gewachsen.

Besonders Schön gemacht finde ich auch, dass jede Person der Handlung, also wirklich jede, egal ob Haushälterin oder Botenjunge, am Ende noch seine Aufgabe in der Handlung hat und nicht nur Randfigur bleibt.

8.1.17 12:59

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